Korbball: Frauen holen den Bayerischen Titel!

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Durch den Gewinn der Meisterschaft in der Landesliga Nord, qualifizierte sich unsere Frauen-Mannschaft für die nur ein Wochenende später stattfindende Bayerische Meisterschaft im schwäbischen Marktoberdorf. Bei strahlendem Sonnenschein macht sich die Mannschaft und zahlreiche Fans, mit dem extra für das Wochenende angemieteten Reisebus bereits am Samstagmittag auf den Weg ins Allgäu. Nach dem gemeinsamen Abendessen ging es, zumindestens für die Spielerinnen, zeitnah auf die Hotelzimmer, den am frühen Sonntagmorgen sollte gleich das erste Top-Spiel auf die Mannschaft zukommen. Mit dem Meister TSV Stötten und dem Vize SV Bidingen der Landesliga Süd sowie der DJK Hirschfeld, die durch den Verzicht des eigentlichen Zweiten der Landesliga Nord, der SG Sennfeld, als drittplatzierte Mannschaft nachrutschen durfte.

Gleich im ersten Spiel gegen den Meister der Landesliga Süd, den TSV Stötten, entwickelte sich ein offener und spannender Kampf, bei dem beide Mannschaften auf ihre starken Abwehrreihen und Korbhüterinnen zählen konnten. Trotz zahlreicher Würfe auf beiden Seiten ging es, bei einem Treffer von Vanessa Reinhart, mit einem 1:1 in die Halbzeitpause. Auch in den ersten sieben Minuten der zweiten Hälfte änderte sich das Bild kaum, ehe der TSV Stötten mit seinem zweiten Treffer erneut in Führung gehen konnte, gute drei Minuten vor dem Ende aber durch Vanessa Reinhart den 2:2 Ausgleich hinnehmen musste. Etwa 75 Sekunden vor Schluss gelang unserer Mannschaft durch Luisa Pfister mit dem 3:2 die erstmalige Führung über die Ecke. In der Folge musste die Mannschaft des TSV Stötten für ihre letzten beiden Spielzüge die Abwehr aufmachen, was Johanna Riegler Sekunden vor dem Ende mit dem 4:2 bestrafte.

Mit dem Sieg ging es drei Stunden später in die Partie der beiden fränkischen Vertreter. Da auch die DJK Hirschfeld ihre erste Begegnung gegen den SV Bidingen gewinnen konnte, ging es hier gleich um alles oder nichts. Etwas geplättet von der anfänglich schnellen Spielweise der Hirschfelderinnen, fing man sich bereits nach sechs Minuten durch drei sehr gut geworfene Sechsmeter einen 0:3 Rückstand ein. Nach einer Auszeit der Wernecker Trainerbank spielte die Mannschaft wie ausgewechselt und kam durch Treffer von Luisa Pfister, Vanessa Reinhart und Emma Heuer zur Halbzeit auf ein 3:4 heran.
Nach der Halbzeit spielte dann nur noch die Wernecker Mannschaft. Während die Hirschfelder in Halbzeit zwei dank einer starken Wernecker Korbhüterin Finja Helmreich komplett ohne Korb blieben, machte Werneck genau da weiter, wo es zum Pausenpfiff aufgehört hatte. Spätestens nachdem man nach Körben von einer zu diesem Zeitpunkt sehr treffsicheren Sechsmeterwerferin Vanessa Reinhart, die zum Teil während einer Zwei-Minuten-Strafe der Hirschfelder fielen, den eigentlichen Rückstand in einen Zwei-Körbe-Vorsprung umwandeln konnte, war den Spielerinnen der Sieg quasi nicht mehr zu nehmen. Mit dem 8:4 durch Körbe von Emma Heuer und Vanessa Reinhart kurz vor dem Ende machte die Wernecker Mannschaft den Sack dann endgültig zu und stand als Bayerischer Meister fest.

Da man sich zu diesem Zeitpunkt aufgrund des angewandten Spielsystems noch nicht sicher war, ob nicht bei Punktgleichheit doch das Korbverhältnis zählen würde und man den Titel somit noch nicht sicher hätte, gingen die Spieler nichtsahnend in die letzte Partie gegen den Süd-Vize SV Bidingen. Auch wenn den Spielerinnen vermeintlich ein Unentschieden ausgereicht hätte, ging man mit voller Motivation in die Partie, den natürlich wollte man mit drei Siegen aus drei Partie die Heimreise nach Unterfranken antreten.
Wie im ersten Spiel gegen den TSV Stötten, war es auch hier anfänglich sehr ausgeglichen. Mit zunehmender Spieldauer kam die Wernecker Mannschaft aber vermehrt über die Ecken zum Abschluss, wobei Jacqueline Wardanjan zwei und Luisa Pfister einen Korb erzielten. Dies zeitweise Überlegenheit spiegelte sich dann, nach einem weiteren Treffer von Vanessa Reinhart zur Pause in einer 4:2 Führung wider. Auch in den zweiten 15-Minuten konnte keine Mannschaft wirklich davonziehen, weshalb auf beiden Seiten bis zum Ende nur noch jeweils zwei Körbe, für den TSV durch Vanessa Reinhart und Johanna Riegler, fielen.

Spätestens nach diesem Sieg brachen bei Spielerinnen, Trainerteam und den Fans alle Dämme. Hatte man zu Beginn der Saison niemals mit so einem Erfolg gerechnet, zeigte die Mannschaft mit viel Einsatz und Teamgeist wozu sie in der Lage ist. Zusammen mit dem Deutschen Meistertitel in der Jugend 15 im Jahr 2014, sind der Gewinn der Landesliga-Meisterschaft und der Bayerischen Meisterschaft bei den Frauen die wohl größten Titel der Korbballabteilung des TSV Werneck in der Vereinsgeschichte.
Nach der Siegerehrung konnte die Mannschaft zusammen mit den Fans eine doch feucht-fröhliche Heimfahrt mit dem Bus antreten und sich zu fortgeschrittener Zeit von zahlreichen weiteren Fans im heimischen Sportheim feiern lassen.


Über den Gewinn der Bayerischen Meisterschaft freuen sich:
h.v.l.: Trainer Michael Reinhart und Philipp Röder, Vanessa Reinhart, Kristina Prümer und Finja Helmreich.
v.v.l.: Jacqueline Wardanjan, Emma Heuer, Luisa Pfister, Johanna Riegler, Sophie Hart und Trainerin Susanne Helmreich.